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@stewartflanery8

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Registered: 3 weeks, 1 day ago

Landhausstil: So holen Sie sich das Landleben in die Stadtwohnung

 
 
Ich habe noch nie in einem Bauernhaus gewohnt, aber mein Herz schlägt trotzdem für den Landhausstil. Als Innenarchitektin begegne ich oft dem Vorurteil, dieser Einrichtungsstil brauche unbedingt hohe Decken und dicke Holzbalken. Stimmt nicht. Meine eigene Wohnung ist nur 65 Quadratmeter groß und hat eine Standarddeckenhöhe von 2,40 Metern. Trotzdem wirkt sie luftig und gemütlich zugleich. Der Trick liegt in der richtigen Balance zwischen schweren Holzmöbeln und leichten Stoffen. Ein Eichenholztisch mit gedrechselten Beinen steht bei mir direkt vor einem hellen Leinenvorhang. Die Kombination aus rustikal und zart lässt den Raum atmen. Verzichten Sie unbedingt auf zu viele dunkle Möbel auf einmal. Ein einzelnes, massives Sideboard reicht völlig aus, um den Look zu erzeugen. Alles andere sollte heller und leichter sein. Sonst wird die schnell zur Höhle.
 
 
 
 
Das größte Problem im Landhausstil ist der Platzmangel, besonders im Schlafzimmer. Ich erinnere mich an eine Kundin, die unbedingt ein ausladendes Holzbett mit Schnitzereien haben wollte. Ihr Schlafzimmer war aber nur zwölf Quadratmeter groß. Die Lösung war ein Bett mit einem stabilen Lattenrost und einer Matratze aus Kaltschaum, das trotzdem luftig wirkte. Wir haben uns für ein Modell mit schlanken, weißen Beinen entschieden, das den Boden sehen ließ. Dazu kamen weiße Nachttische aus lackiertem Kiefernholz. Der Trick: Die Möbel enden alle etwa 20 Zentimeter über dem Boden. Das schafft optische Weite. Und statt eines schweren Kleiderschranks haben wir einen offenen Kleiderständer aus Schmiedeeisen aufgestellt. Das spart nicht nur Platz, sondern sieht auch noch authentisch aus. Die Wäschekörbe aus Weidegeflecht darunter sind praktisch und dekorativ zugleich.
 
 
 
 
Gäste über Nacht sind immer eine Herausforderung, vor allem auf kleiner Fläche. In meiner Wohnung habe ich mich für eine Polsterbank mit Schlaffunktion entschieden, die tagsüber als Sitzgelegenheit im Wohnzimmer dient. Die Schaumstoffpolsterung ist fest genug, um auch längeres Sitzen bequem zu machen. Nachts klappe ich die Rückenlehne einfach um. Das funktioniert erstaunlich gut, solange die Matratze nicht zu weich ist. Ich empfehle eine Matratze mit einer Kernhöhe von mindestens 14 Zentimetern, sonst spürt der Gast jede Feder. Ein wichtiger Detailpunkt: Die Polsterbank sollte nicht zu niedrig sein. Eine Sitzhöhe von 45 Zentimetern ist ideal. Sonst müssen sich Ihre Gäste jedes Mal tief bücken, wenn sie sich setzen. Und die Füße der Bank sollten aus massivem Buchenholz sein. Das hält auch mehrere Übernachtungen pro Monat aus.
 
 
 
 
Aber was tun, wenn der Platz wirklich knapp ist? Dann kommt eine Schlafcouch ins Spiel, die tagsüber als Sofa dient. Ich habe ein Modell mit einem robusten Stahlrahmen und einer Schaumstoffmatratze, die sich in drei Teile falten lässt. Der Bezug aus Baumwollstoff ist bei 30 Grad waschbar, was bei häufiger Nutzung ein Segen ist. Die Armlehnen sind schmal gehalten, damit die Liegefläche nicht zu kurz wird. Die meisten Schlafcouchen haben eine Liegefläche von 190 mal 140 Zentimetern. Das reicht für eine Person bequem, für zwei wird es eng. Achten Sie unbedingt auf die Höhe der Rückenlehne. Eine zu niedrige Lehne drückt beim Schlafen auf die Schultern. Besser ist eine Höhe von mindestens 70 Zentimetern. Und die Polsterung sollte nicht zu weich sein, sonst sinkt man ein. Ein Mittelweg ist am besten.
 
 
 
 
Einen echten Landhausstil bekommt man nur mit den richtigen Stoffen hin. Ich setze auf Leinen und groben Baumwollstoff, am liebsten in Naturtönen wie Creme, Beige oder sanftem Grau. Die Kissenbezüge nähe ich oft selbst aus alten Leinentischdecken. Das gibt eine schöne, unperfekte Optik. Ein großer Fehler ist es, zu viele Muster zu mischen. Ein kariertes Kissen auf einem gestreiften Sofa wirkt schnell chaotisch. Besser ist es, sich auf zwei, maximal drei Muster zu beschränken. Und die Farben sollten harmonieren. Ein hellblauer Streifen passt wunderbar zu einem blassrosa Karo. Aber rotes Karo mit grünen Blumen? Lassen Sie es lieber. Die Textur der Stoffe ist wichtiger als das Muster. Grobes Leinen fühlt sich anders an als glatte Baumwolle. Diese Haptik macht den Stil aus.
 
 
 
 
Die richtige Beleuchtung ist im Landhausstil fast wichtiger als die Möbel. Ich verwende fast ausschließlich Lampen mit Stoffschirmen, die das Licht weich streuen. Eine Stehleuchte mit einem beigen Leinenschirm neben dem Sofa schafft eine gemütliche Atmosphäre. Dazu kommen Tischleuchten mit Keramikfüßen, die an alten Bauernhäusern erinnern. Vermeiden Sie unbedingt grelles Deckenlicht. Eine einzige Deckenlampe macht den Raum flach und ungemütlich. Besser sind mehrere Lichtquellen auf unterschiedlichen Höhen. Eine Lichterkette mit kleinen Glühbirnen über dem Esstisch wirkt übrigens sehr authentisch. Und die Farbtemperatur sollte warm sein, etwa 2700 Kelvin. Alles andere wirkt kalt und klinisch. Das gilt besonders für kleine Räume, wo das Licht schnell verloren geht.
 
 
 
 
Ein klassisches Problem ist die Aufbewahrung von Bettwäsche und Handtüchern. Im Landhausstil bietet sich ein Bett mit integriertem Stauraum an, das unter der Matratze Platz für Kissen und Decken schafft. Ich habe ein Modell, bei dem man die gesamte Liegefläche anheben kann. Darunter passen vier große Kissen und zwei Sätze Bettwäsche. Der Rahmen ist aus massiver Kiefer, die mit einer weißen Lasur gestrichen ist. Das sieht sauber aus und passt zu jedem Raum. Für Handtücher verwende ich einen alten Holzkorb aus Weide, der neben dem Bett steht. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch dekorativ. Wenn der Korb zu klein wird, nehme ich einen zweiten. So bleibt alles griffbereit, ohne dass ich einen Schrank öffnen muss.
 
 
 
 
Zum Schluss noch ein Tipp für den Boden: Ein heller Holzboden ist die perfekte Basis für den Landhausstil. Ich habe mich für geölte Eichendielen in einem warmen Honigton entschieden. Das Holz ist robust und lässt sich leicht reinigen. Ein großer Fehler ist es, den Boden mit zu vielen Teppichen zuzudecken. Ein einzelner, großer Wollteppich in Creme unter dem Esstisch reicht völlig aus. Er nimmt den Lärm auf und gibt dem Raum Struktur. Aber bitte keine Kunstfaserteppiche. Die sehen nach einem Jahr fad aus. Echte Wolle dagegen wird mit der Zeit nur schöner. Und wenn doch mal ein Fleck draufkommt? Einfach mit einem feuchten Tuch und etwas Seife abtupfen. Das reicht völlig aus.
 
 
(image: https://freestocks.org/fs/wp-content/uploads/2017/10/street_style_shoot_6-1024x683.jpg)

Website: https://Asereba-Charms.de/


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